25.11.2010
“Preise am Regal schaffen Klarheit”
So lautete die Überschrift im Migros-Magazin 46 mitte dieses Monats. Nachdem auch der andere “orange Riese” und Mitbewerber dies bereits eingeführt haben, zieht die Migros ab dem 1.1.2011 nach. Sämtliche Preise – oder gibt es auch Ausnahmen(?) – werden künftig nur noch an den Regalen abzulesen sein, und nicht mehr automatisch auf die einzelnen Produkte geklebt. In der Fachsprache wird hierzu der Begriff “Produkteauszeichnung” benutzt. Dies ermöglicht dem Anbieter einerseits, kurzfristig Preisänderungen vorzunehmen, ohne den bisherigen grossen Aufwand, der mit einer Neubeschriftung notwendig war. Es reicht, die Preise im Kassensystem sowie an den Regalen anzupassen, und die Änderungen sind vollzogen. Diese Neuerung bedeuten für den Anbieter selbstverständlich eine massive Einsparung im Handling, da dadurch ein wesentliches Mass an “Personalpower” eingespart werden kann. Ob diese Massnahme auch einen positiven Einfluss auf die Konsumentenpreise haben wird? Warten wir’s ab und lassen wir uns überraschen.
Welche Vorteile bringt diese Änderung dem Konsumenten? Auf den ersten Blick könnte man sagen – keine. Oder doch? Immerhin muss der/die KonsumentIn beim Einkauf die Produkte nicht mehr zuerst in die Hand nehmen und das Preisschild suchen. Doch wer hat das bisher denn schon gemacht? Mein persönlicher Wunsch wäre, während eines Einkaufs ab und zu von einem oder mehreren Produkten, welche sich (bereits) in meinem Einkaufskorb oder Wagen befinden, einen Preis “checken” zu können. Dies ist oder wäre mit sogenannten Price Verifiern möglich; oder anders gesagt: mit Geräten, an die ich meinen Artikel mit dem Barcode halten kann, und die mir zumindest den entsprechenden Preis anzeigen. Ideal wäre natürlich gleich noch die gesamten Inhaltsstoffe, das Haltbarkeitsdatum und oder andere “wertvolle” Informationen bekommen zu können. Grundsätzlich stell sich mir doch in Geschäften immer wieder die Frage, wieviel und welche Informationen bekomme ich über einen Artikel oder ein Produkt, das ich kaufen möchte.
Welche Erwartungen und Vorstellungen verbinden Sie mit dem täglichen rsp. wöchentlichen Einkauf? Wie fit sind die Geschäfte hinsichtlich wünschenwerten Informationstechniken?